Meine Seele

Zuallererst muss man durch ein steinernes Labyrinth, voller Irrwege.
Hat man es geschafft und erreicht den Nexus des Labyrinthes, so erblickt man eine schwere Holztür, welche an den Rändern Verzierungen aufweist und in dessen Mitte ein großes Auge eingraviert ist (vergl. Milleniumsauge, Yugioh).
Die Tür steht frei jeder Wand in der Mitte des steinernen Gefängnisses, denn dies ist das Labyrinth für diejenigen, die sich nicht zurecht finden.
Versucht man die Tür zu öffnen, so braucht es etwas Kraft.
Konnte man sie nach innen öffnen, so betritt man.. pure Schwärze.
So scheint es zumindest auf den ersten Blick - die Tür verschwindet, man wird zurück gelassen in einer Galaxie, einem Universum für sich.
Zichtausende, Millionen, von Sternen, Lichtwirbeln.
Verschiedenste Planeten.
Du kannst eine dunkle Gestalt erkennen.
Sie kommt auf dich zu, bleibt vor dir stehen.
Eine hochgewachsene Gestalt in schwarzer Kutte, dort wo ein Gesicht sein sollte, tiefste Schwärze, die dich aufzusaugen scheint.
Du verlierst dich in dieser Schwärze und schließt ruckartig die schmerzenden Augen, als sich die Schwärze in blendend weißes Licht wandeld.
Selbst mit geschlossenen Augenlidern schmerzt das Licht, scheint dich verbrennen zu wollen.
Das Licht verschwindet, die Schmerzen mit einer ebenso großen Plötzlichkeit.
Du schlägst vorsichtig die Augen auf und siehst nun dort wo zuvor die Schwärze und das Licht waren Bilder.
Bilder von Welten, viele bekannt, jedoch viele absonderlich.
Du siehst Wesen die nur der Fantasie entspringen können, dort jedoch eine beängstigende Realität ausstrahlen.
Du sieht Kriege, Graumsamkeiten.
In einem Moment zieht noch ein großes Menschenheer auf eines von Orks zu, als im nächsten Moment die Hälfte der Orks in einer flammenden Explosion ihr Ende finden - das Bild wechselt schlagartig.
Weite Wiesen, über die ein schwarzes Pferd mit übernatürlicher Geschwindigkeit gallopiert.
Auf dem Rücken eine Gestalt mit langem, silbrig-weißen Haar.
Hinter ihm die schönste weibliche Gestalt, die du je erblickt hast.
Ein Ruck und du siehst einen vollkommen schwarzen Berg, inmitten eines Gebirges welches vollkommen verschneit ist. Der schwarze Berg nicht.
Ein Wolf, etwas kleiner als der Berg selbst, steht vor diesem Berg.
Auf dem Kopf steht eine Gestalt, kaum auszumachen.
Die Bilder beginnen nun an dir vorbei zu rasen.
Viel zu viele Eindrücke, so dass dein Gehirn das Ganze nicht richtig verarbeiten kann.

1.3.09 23:53, kommentieren

01.11.2006

3 Monate sind wir jetzt schon zusammen.
Viele würden jetzt sagen "Ist doch nicht viel", aber ich sehe das anders.
Grad heutzutage hält doch kaum noch was all zu lange.
Und wenn man bedenkt das wir eine Fernbeziehung führen..
Wir haben's wirklich nicht leicht.
Man macht es uns ja auch noch hin und wieder schwerer, als es schon ist.
Umso stolzer können wir wohl sein, sagen zu dürfen, dass wir 3 Monate einander lieben durften - und es werden sicher noch zich Monate, Jahre, Jahrzehnte.

Bevor wir zueinander fanden hatte ich den Traum von der Richtigen eigentlich ja schon aufgegeben.
Ich hatte mich abgefunden allein zu sein und zu bleiben, kam damit ganz gut klar.
Aber dann wurde ein verlorener Traum wahr..
Ich fand endlich zur Richtigen, zu Dir.

Ich weiß noch als wir uns das erste Mal endlich getroffen haben nach all diesen Jahren, in denen wir ja auch schon einiges hinter uns gebracht haben - zusammen und auch über längere Zeit getrennt..
Deine freudige Umarmung und wie du dann erst mal fröhlich an meiner Tante und Cousine vorbei gehen wolltest, da sie ja in etwas Abstand zurück geblieben waren und ich dich aufhalten musste.

Bei dir hatte ich so viele Ängste nicht - es war als wären wir schon länger zusammen, so fügten wir uns in den Tag.
Es war wunderschön..
Mit dir auf der Bank neben dem Holzhaus zu sitzen und die Ruhe zu genießen.
Zusammen mit dir auf dem Sofa angekuschelt einen Film schauend.
Nachts dann vor dem Haus sitzend oder ein Stück weiter im Garten den Himmel betrachtend. Wie passend doch die Sternschnuppe war.
Ich konnte schon von Anfang an nicht mehr von dir lassen - auch wenn ich die Nacht überhaupt nicht schlafen konnte, so war ich absolut glücklich, neben dir, an dich gekuschelt..
Um 0:30 fiel dann das erste "Ich liebe dich" - es kam von dir.
Ich brauchte nicht groß drüber nachzudenken und hatte auch nicht irgendwelche legendären "L-Wort-Komplexe" um dir zu sagen das ich dich auch liebe..

Ich liebe Dich, will Dich immer bei mir haben, auch wenn einer von uns beiden mal nicht gut drauf ist - ich will für Dich da sein, wenn es Dir gut geht sowie wenn es Dir schlecht geht und ebenso will ich Dich bei mir haben in jeglichem Falle.
Auch wenn ich vielleicht dann vor mich hin schweige, nicht sprechen möchte - mich an Dich kuscheln zu können hilft mir dann sehr.

Du weißt, ich lebe für Dich.
Mein Licht in der Dunkelheit, das rettende Ufer eines Ertrinkenden, des Philosophen Antwort auf alle Fragen.

1.3.09 23:47, kommentieren

Zocken, gamen, daddeln – Gefahr für die Jugend?

Viele Eltern die heutzutage zu einem Psychologen gehen und jenen um Hilfe bitten bezüglich ihrer Kinder, tun dies aufgrund einer, aus der Sicht der Eltern, Spielsucht.
Damit ist heute selten noch die Spielsucht in der Glücksspielindustrie gemeint.
Gehen sie heute zu einem Psychologen und sagen ihm, ihr Kind würde sich kaum noch um die Schule kümmern, nur vor dem Rechner sitzen und dort spielen, so können sie sich recht sicher sein, dass sie gefragt werden, ob das Problem vielleicht „World of Warcraft“ lautet.
Viele Psychologen kennen längst die neue „Spieldroge“ Nr. 1 bei Jugendlichen.
Natürlich ist nicht nur „World of Warcraft“ eines dieser Suchtspiele, wohl aber das Bekannteste.
Doch inwiefern sind Spiele wie „World of Warcraft“ oder auch „Counter-Strike Source“ gefährdend für die Jugend – oder auch erwachsene Spieler?
Viele jugendliche flüchten sich bei ihren Problemen gerne in verschiedene virtuelle Welten, um alles um sich zu vergessen.
Vielleicht haben sie auch Schwierigkeiten in der realen Welt Freunde zu finden.
Aber von vorneherein sei gesagt, dass das natürlich nicht auf alle Spieler zutrifft.
Versetzen wir uns vorerst in die Lage eines WoW-Spielers (World of Warcraft).
Er kauft sich das Spiel, installiert es, die Gamecard ist auch parat (WoW-Spieler müssen einen monatlichen Betrag zahlen, um das Spiel, welches ein reines Onlinespiel, will heißen, das Spiel wird über das Internet gespielt, ist, spielen zu können. Die Gamecard ist eine der Zahlungsmöglichkeiten.).
Nun also einen Server aussuchen, einen Charakter erstellen und los geht es.
Nicht lange und man hat sich an die Steuerung gewöhnt und seine ersten Questen (Aufgaben die einem von NPCs, Non-Player-Charakter, erteilt werden. Bei Erledigung solcher Questen bekommt der Spieler Erfahrungspunkte und kann somit Level aufsteigen und neue Fähigkeiten erlernen. Hinzu kommen noch Belohnungen wie Rüstungen o.s.) erledigt.
Irgendwann findet man dann jemanden der vielleicht Hilfe braucht bei einer Queste.
Man hat die Queste auch noch nicht erledigt, also auf geht’s.
Nachdem man die Queste erledigt hat, geht’s direkt weiter – man berät sich was man noch nicht hat oder ob man bei etwas dem anderen helfen kann, was er noch nicht erledigt hat.
Später dann verabredet man sich zum erneuten Questen.
So findet man immer mehr Leute mit denen man zusammen Abenteuer besteht.
Es entwickeln sich vielleicht ernsthafte Freundschaften daraus und der Spieler erlebt viele Erfolgserlebnisse durch die bestandenen Questen und kompensiert damit die fehlenden Erfolgserlebnisse im realen Leben.
Im Spiel schien es auch so leicht zu sein, im realen Leben aber so schwer, also wieso versuchen noch im realen Leben was zu erreichen.
In der virtuellen Welt findet man genug Anerkennung und Freunde.
Das daraus wirklich feste Freundschaften entstehen kann man dann sehen, wenn sich die Leute die nicht der absoluten Spielsucht verfallen sind, sich mit den Leuten die sie dort kennen gelernt haben treffen um auch mal etwas im realen Leben zu unternehmen.
Es gibt ganze Spielerzusammenschlüsse (Gilden genannt) die sich treffen.

Um auf einen weiteren Aspekt zu sprechen zu kommen: Killerspiele.
CSS-Spieler (Counter-Strike Source-Spieler) werden oft als potenzielle Amokläufer dargestellt.
Ein ironischer Konter jener Spieler ist oft folgende Aussage:
„90% aller Attentäter spielen Counter-Strike. 100% aller Attentäter essen Brot. Verbietet Brot!“
Was damit zum Ausdruck gebracht werden soll ist klar: Schiebt das nicht auf Spiele wie Counter-Strike!
Bewiesen ist, dass Killerspiele 4 mögliche Auswirkungen auf die Spieler haben können und die sich im relativen Gleichgewicht halten:
Aggressivität auf- oder abbauend und die Hemmschwelle der Gewalt hebend oder senkend.
Selbst wenn ein Spieler dort mehr Aggressivität aufbauen sollte und die Hemmschwelle zur Gewalt sinken sollte, so ist er noch lange kein potenzieller Amokläufer.
Viel mehr muss man sein soziales Umfeld betrachten.
Ob er Probleme hat, wie sehr sich die Eltern um ihn kümmern.
Zudem kommt noch hinzu, dass Spiele wie CSS einen Spieler in keinster Weise schulen, wie sie Personen erschießen können.
Drücken sie einem CSS-Spieler eine reelle Waffe in die Hand und er wird damit genauso wenig umgehen können, wie eine Person die nie zuvor CSS gespielt hat.
Aber mal ehrlich, ich persönlich werde natürlich bald zusammen mit tausenden von anderen Leuten Amok laufen – genug Spieler gibt es ja, man muss sich bloß die professionelle Gamerszene angucken; ESL (Electronic Sports League) und diverse große Netzwerkveranstaltungen lassen grüßen.
Wer weiß, vielleicht werden dort auch nur insgeheim die Supersoldaten der Zukunft geschult?

1 Kommentar 1.3.09 16:59, kommentieren